Bauforum Hamburg › Foren › Bauen & Sanieren › Neubau & Bauplanung › Kran auf weichem Untergrund – welche Abstützplatten braucht man?
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Marlene Kruse aktualisiert.
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September 7, 2026 um 1:03 a.m. Uhr #641
BauherrBjoern
TeilnehmerHallo zusammen, wir haben nächste Woche einen Autokran auf unserem Grundstück, der einen neuen Dachstuhl einhebt. Das Problem: Der Untergrund ist ziemlich weich – war lange Zeit Wiese, darunter lehmiger Boden. Der Kranführer hat schon angedeutet, dass er ordentliche Abstützplatten braucht, damit die Ausleger nicht einsinken.
Jetzt frage ich mich, welche Art von Platten man da wirklich nehmen muss – Stahl, Kunststoff, irgendwelche Holzbohlen? Und wie groß müssen die sein bei so einem mittelgroßen Mobilkran? Gibt’s da Faustregeln? Würde mich freuen wenn jemand Erfahrung damit hat!
September 8, 2026 um 11:48 p.m. Uhr #642
Thorben HansenModeratorDas kommt stark auf das Gesamtgewicht des Krans und den Aufstandsdruck der Abstützung an. Bei weichem Lehmboden reichen Holzbohlen meistens nicht aus, weil die sich verformen und ungleichmäßig belasten. Stahlplatten sind da deutlich besser, weil sie die Last großflächiger verteilen.
Faustregel: Je weicher der Boden, desto größer muss die Aufstandsfläche sein um den zulässigen Bodendruck nicht zu überschreiten. Der Kranführer sollte eigentlich wissen welchen Bodendruck sein Gerät erzeugt – den Wert bekommst du aus den Kranunterlagen. Damit kannst du dann ausrechnen wie viel Fläche du brauchst. Wenn du unsicher bist, lieber zu groß als zu klein.
September 9, 2026 um 5:35 p.m. Uhr #643EnergieErik
TeilnehmerThorben hat recht mit der Flächenberechnung. Ich hatte vor zwei Jahren eine ähnliche Situation beim Einbau einer Wärmepumpe per Kran, Untergrund war auch nicht der festeste. Der Kranverleih hat mir damals Kunststoff-Abstützplatten mitgebracht, die haben sich auf dem lehmigen Boden tatsächlich sehr gut bewährt – die verteilen die Last gleichmäßiger als man denkt und sind leichter zu handeln als Stahl.
Für konkrete Plattengrößen und Traglasttabellen hab ich damals bei abstuetzprofi.de geschaut, da gab’s ganz gute Infos dazu. Letztlich hat aber der Kranführer das letzte Wort, der kennt sein Gerät am besten und trägt ja auch die Verantwortung.
September 10, 2026 um 3:59 p.m. Uhr #644
Marlene KruseModeratorNoch ein praktischer Hinweis: Unbedingt vorher klären ob unter dem geplanten Standort irgendwelche Leitungen oder eine Drainage liegen – das wird beim Thema Abstützung oft vergessen und kann teuer werden wenn eine Platte einbricht weil da unten ein Hohlraum ist. Bei uns war das fast passiert.
Und den Boden vorher wenigstens grob abtrocknen lassen falls möglich, nach Regen ist Lehm nochmal deutlich weicher. Viel Erfolg beim Richtfest!
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