Küchenarmatur selbst tauschen – worauf muss ich achten?

Bauforum Hamburg › Foren › Bauen & Sanieren › Sanierung & Renovierung › Küchenarmatur selbst tauschen – worauf muss ich achten?

Ansicht von 4 Beiträgen – 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Autor
    Beiträge
  • #789
    NeulingNadja
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich steh gerade vor meiner ersten kleinen Sanierungsaufgabe: unsere Küchenarmatur tropft seit Wochen und ich hab keine Lust mehr auf den Klempner-Stundensatz. Vom Prinzip her klingt das doch machbar – alten Wasserhahn ab, neuen rein. Aber ich bin total unsicher, worauf ich achten muss. Welche Anschlussmaße sind üblich? Kann ich das wirklich ohne Fachmann? Und gibt es irgendwas, das man dabei komplett falsch machen kann? Würde das gerne selbst hinkriegen, bin aber handwerklich eher Anfänger. Für jeden Tipp dankbar!

    #790
    Thorben Hansen, BauingenieurThorben Hansen
    Moderator

    Das ist eigentlich einer der dankbarsten Heimwerker-Jobs, wenn man sich kurz vorbereitet. Wichtigste Sache zuerst: Wasser absperren! Entweder den Eckventil unter der Spüle zudrehen (gibt’s meistens für Kalt und Warm separat) oder notfalls den Haupthahn. Dann alten Hahn abschrauben, Dichtfläche sauber machen und neuen montieren.

    Auf die Lochdurchmesser in der Spüle achten – Standard ist 35 mm, aber manche Spülen haben auch 52 mm. Das steht meistens in der Montageanleitung vom Hahn. Flexschläuche immer mit erneuern, die alten sind oft schon spröde. Und nach dem Einbau kurz auf Dichtheit prüfen, bevor man alles wieder einräumt. Du schaffst das!

    #791
    WohnideenWibke
    Teilnehmer

    Thorben hat das gut erklärt. Ich würde noch ergänzen: unbedingt vorher messen, wie viel Platz unter der Spüle ist. Manche Armaturen haben eine sehr lange Befestigungsmutter, die braucht Platz zum Anziehen – da flucht man sonst ewig mit nem Schraubenschlüssel in der Ecke.

    Zum Thema Armatur kaufen: Ich hab damals bei der Suche nach einem neuen wasserhahn küche gute Erfahrungen gemacht, da war die Filterung nach Einbaumaß ganz praktisch und man sieht direkt, was technisch passt. Spart das ewige Suchen und Vergleichen auf 5 verschiedenen Seiten.

    Ansonsten: Teflonband für die Gewindeverbindungen nicht vergessen, und die Flexschläuche wirklich handfest plus eine Vierteldrehung anziehen – nicht mehr, sonst drückt man die Dichtung kaputt.

    #792
    AltbauAstrid
    Teilnehmer

    Ja, alles richtig so weit. Ich hab das bei meiner Altbauwohnung zweimal gemacht und der Trick ist wirklich: nicht übermäßig festknallen. Viele Anfänger drehen zu fest an und beschädigen dabei die Dichtungen, dann tropft es erst recht.

    Falls du alte Kupfer- oder gar Bleianschlüsse vorfindest (Altbau!), würde ich doch kurz einen Installateurblick empfehlen bevor du loslegst. Aber bei normalen Flexschläuchen ist das wirklich kein Hexenwerk. Viel Erfolg!

Ansicht von 4 Beiträgen – 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.